Sunday, 22.10.17
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Apnoetauchen

Apnoetauchen


Apnoetauchen ist die Kunst des Tauchens ohne künstliche Luftzufuhr. Kleine Wettbewerbe im Apnoetauchen kennt wohl jeder: Die meisten haben den Kopf im Hallenbad schon einmal unter Wasser gehalten und geschaut, wie lange sie aushalten. Aber auch professionell organisierte Wettbewerbe und Mannschaftssportarten wie Unterwasserrugby fordern den Apnoetaucher. Also: Luft anhalten, rein ins Wasser und… Rekorde aufstellen.



Apnoetauchen ist die ursprünglichste aller Taucharten und bedeutet, ohne Hilfsmittel wie Atemgeräte zu tauchen. Apnoetauchen existiert ebenso als Breiten- wie als Wettkampfsport und kennt verschiedene Unterdisziplinen, beispielsweise:
  • Die Disziplin „Dynamic“. Bei dieser Disziplin versucht der Apnoetaucher, ohne Luft zu holen eine möglichst große Strecke unter Wasser zu schwimmen.


  • Die Disziplin „Static“. Dabei misst man die Zeit, in der ein Apnoetaucher das Gesicht vollständig unter Wasser hält.


  • Bei Disziplinen wie „Constant“, „Variabel“ und „No Limit“ geht es um die maximal erreichte Tiefe beim Tauchen ohne Tauchgeräte, Bei der Variante „Constant“ dürfen keinerlei Gewichte benutzt werden, bei „No Limit“ dagegen frei wählbare Gewichte. Der deutsche Leistungs-Apnoetaucher Tom Sietas erreichte im Jahr 2004 die deutsche Bestmarke mit 70 Metern (konstantes Gewicht im Meer).
Apnoetauchen ist nicht allein für Wettkämpfe ein Erlebnis. Auch Hobbytaucher fühlen sich mitunter ohne den Ballast einer kompletten Tauchausrüstung bedeutend wohler. Der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) nennt Kriterien für passende Seminare und Kurse im Bereich „Apnoetauchen“. Als primäres Ausbildungsziel gilt, „Freude an der Erkundung der Unterwasserwelt mit angehaltenem Atem“ zu vermitteln. Drei offizielle Abzeichen, abgestuft von einem bis zu drei Sternen, geben Auskunft über die Erfahrungen und Kenntnisse von Apnoe-Tauchern. Für das Apnoe-Abzeichen mit zwei Sternen müssen in der Praxis beispielsweise folgende Übungen absolviert werden:
  • 90 Sekunden Zeittauchen,
  • 40 Meter Streckentauchen,
  • 20 Meter Streckentauchen in 5 Meter Tiefe,
  • 15 Meter Tieftauchen.
Die Ausbilder werden Ihnen auch Techniken für den Druckausgleich beim Tieftauchen vermitteln. Ansonsten könnte Apnoetauchen schmerzhaft enden. Weitere Inhalte theoretischer wie praktischer Natur können sein: die oben erwähnten Disziplinen des Apnoetauchens, Erste Hilfe bei Notfällen sowie Atemtechniken und Entspannungsübungen, etwa aus dem Yoga.



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